Warum Photovoltaik die günstigste Energiequelle ist

Warum Photovoltaik die günstigste Energiequelle ist

Kleine Haushalte können einfach selbst Erneuerbare Energie produzieren

In den letzten Jahren sind Solaranlagen etwas völlig Selbstverständliches im Stadt- und Landschaftsbild geworden. Sie machen einen großen Teil der Energiewende aus, insbesondere weil sie die mit Abstand günstigste Energiequelle geworden sind.

Seit dem Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor 20 Jahren, ist die Anzahl von Photovoltaikanlagen durchgehend gestiegen. Gleichzeitig entwickelt sich die Solartechnik weiter und erreicht eine immer höhere Effizienz. Für Eigenheimbesitzer stellt sich daher oft die Frage nach einer Solaranlage gar nicht mehr — beim nächsten Umbau wird das einfach gemacht. Auf den Dächern von Gewerbe- und Bürogebäuden sieht das ganz ähnlich aus.

Und so haben wir im Jahr 2020 einen stabilen Anteil der Solarenergie von über 11% an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland erreichen können. Die nachfolgende Grafik von energy-charts.info verdeutlicht die Entwicklung:

https://energy-charts.info

Solar ist international

Das Wachstum der Solarenergie ist dabei kein deutsches Phänomen. Viele äquatornahe Länder haben sogar deutlich bessere Voraussetzungen für Photovoltaik und bauen fleißig Anlagen auf. Je mehr Anlagen gebaut werden, je mehr an der Weiterentwicklung geforscht wird und je mehr Hersteller sich gegenseitig antreiben, desto günstiger und wirtschaftlicher werden die einzelnen Solaranlagen. Und so kam es im Oktober 2020, dass sich die internationale Energieagentur IEA zu folgender Aussage hinreißen ließ: „Solar is now the cheapest electricity in history“. Die IEA ist in den letzten Jahren nicht gerade dafür bekannt gewesen, sich für Erneuerbare Energien einzusetzen — sie steht bisher für die konventionelle, fossile Energiewirtschaft.

In ihrem World Energy Outlook 2020 musste die IEA nun aber eingestehen, dass die bisherigen Kostenprognosen für Solaranlagen zwischen 20 und 50 % zu hoch eingeschätzt waren. Insbesondere der staatlich vorangetriebene Zubau in China und Indien führt dazu, dass Solarstrom dort um bis zu einem Drittel günstiger produziert werden kann als in den sowieso schon guten Märkten in Europa und den USA.

World Economic Forum in Bezug auf Carbon Brief

Die Grafik verdeutlicht auch, dass die Kosten pro Megawattstunde für Solarstrom (grün) deutlich geringer ausfallen als Strom aus GuD-Gaskraftwerken (violett) oder Hochdruck-Kohlekraftwerken (rot).

Und so überraschen uns folgende Zahlen auch nicht:

  • international ist die Stromerzeugung aus Solaranlagen im Jahr 2019 um 22% gestiegen — das entspricht etwa 131 Terawattstunden
  • international wurden im Jahr 2019 insgesamt 109 Gigawatt Solarleistung zugebaut

Die folgende Grafik zeigt die größten Anteile am Zubau der Solarleistung:

Internationale Energie Agentur IEA

Solar setzt sich durch

Jetzt haben wir verstanden, dass Solarenergie in Deutschland und international eine große Rolle spielt. Aber warum wird diese Rolle noch weiter wachsen? Und warum wirkt sich das auf jeden Einzelnen von uns aus?

Denn: ein Windrad produziert viel mehr Strom als eine Solaranlage.

Windenergie macht einen noch viel größeren Teil der Stromversorgung aus als die von uns betrachtete Photovoltaik.

Aber die wenigsten von uns können (und wollen) sich ein Windrad in den Garten stellen. Oft genug wird sich schon darum gestritten, ob ein Windrad irgendwo am Horizont zu sehen sein darf.

Bei Solaranlagen sieht das anders aus. Jeder von uns kann mit denen in Berührung kommen. Wie oben schon beschrieben, lohnen sich PV-Anlagen für praktisch jeden Eigenheimbesitzer. Das Gleiche gilt aber auch für VermieterWohnungsbaugenossenschaften und große Immobiliengesellschaften. Immer mehr Wohnungen werden durch den sogenannten Mieterstrom vom eigenen Dach versorgt. Die Hausbesitzer können eine Solaranlage betreiben und den produzierten Strom direkt an ihre Mieter liefern. Dabei sparen die bares Geld in der Stromrechnung und der Besitzer bekommt noch einen kleinen Mieterstromzuschlag für jede produzierte Kilowattstunde.

Der Eigenverbrauch in Gewerbegebieten, in Bürokomplexen und Industrieanlagen kann auch direkt durch Solaranlagen vom eigenen Dach abgefedert werden. So wird das öffentliche Stromnetz entlastet und die Stromrechnung wird auch kleiner.

Und deswegen wird sich Solarenergie noch weiter durchsetzen. Sie kann einen Platz im Alltag von fast allen Bürgern finden, einen Beitrag zur sicheren Versorgung leisten und dabei noch aktiv Kosten sparen. Photovoltaik schafft echte Mehrwerte.

Photovoltaik schafft echte Mehrwerte.

Und wenn die oben genannten Beispiele für einen selbst nicht in Frage kommen, so kann man sich wenigstens einen Versorgungstarif bei einem echten Ökostromversorger suchen und die Solarbranche weiter unterstützen. So machen wir alle einen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiewende. Besonders interessant: mit einer Lition Solaranlage erzeugt und verkauft man ganz einfach Solarstrom. Wenn die Fläche für eine Solaranlage auf dem Dach noch nicht reicht, kann man auf dem Lition Energiemarktplatz während der Tarifwahl eine spezielle Anlage auswählen, die über den eigenen Stromtarif vergütet werden soll.

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